2.3.2 Zur Personalsituation

Im Jahr 2013 waren insgesamt 685.000 Personen in Pflegeheimen beschäftigt. (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19). Im Vergleich: Ende des Jahres 2003 waren 510.000 Beschäftigte in diesem Bereich tätig. Das entspricht einem Personalzuwachs in diesem Zeitraum von knapp 25 Prozent. Der Personalzuwachs im Zeitraum Ende des Jahres 1999 bis ins Jahr 2003 betrug 16 Prozent. (vergl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2006: 72 f.).

Der überwiegende Anteil des Pflegepersonals ist – nach wie vor – weiblich: 85 Prozent der im stationären Sektor der Altenhilfe beschäftigten sind Frauen. (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19). Nachdem dieser Wert in den vergangenen vier Jahrzehnten zugunsten eines leichten Anstiegs des männlichen Pflegepersonals etwas abgenommen hat, zeigt sich dieser Wert seit nun zehn Jahren stabil.

Etwa zwei Drittel der Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2013 in Teilzeit (62 Prozent) 48.000, bzw. 7 Prozent der Beschäftigten waren Auszubildende und Schüler (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

66 Prozent der Beschäftigten waren schwerpunktmäßig im Bereich der Pflege und Betreuung tätig. 17 Prozent der Beschäftigten wurden dem Bereich der Hauswirtschaft zugeordnet. Für den Bereich Verwaltung, Haustechnik, soziale Dienste und sonstiges entfielen zusammen 9 Prozent der Beschäftigungen. 4 Prozent des Personals wurde zur sozialen Betreuung eingesetzt (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

34 Prozent der im Bereich Pflege und Betreuung Beschäftigten hatten einen Abschluss als Altenpfleger/ -in. 11 Prozent der Beschäftigten hatten einen Abschluss als Gesundheit-und Krankenpfleger (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

Bezüglich der Altersstruktur kann festgehalten werden, dass im Jahre 2014 mehr als jeder dritte Beschäftigte (38 Prozent) 50 Jahre und älter war. 43 Prozent der Beschäftigten waren 30-49 Jahre alt. Ein Fünftel der Beschäftigten war unter 30 Jahre alt (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

Bezüglich der Auszubildenden ist bemerkenswert, dass 14 Prozent die Ausbildung im Rahmen einer Umschulung absolvierten. Hierdurch ist auch die relativ hohe Altersstruktur der Auszubildenden abzuleiten: Knapp 30 Prozent der Auszubildenden sind 30 Jahre und älter (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

Im Vergleich zum Jahr 2011 stieg das Personal um 3,7 Prozent, bzw. um 24.000 Personen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten nahm im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent ab (9000 Personen). Der Anstieg von Teilzeitkräften betrug im Zeitraum der Jahre 2011 bis 2013 4,7 Prozent (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 19).

Im Jahr 2013 kam es im Vergleich zum Jahr 2011 zu einer Zunahme der Heime von 5,5 Prozent (rund 700 Einrichtungen). Die Zahl der zugelassenen Plätze erhöhte sich um insgesamt 3,1 Prozent um 27.000 Plätze. (vergl. statistisches Bundesamt 2015: 20).

Der Bereich der stationären Altenhilfe stellt als Wachstumsbranche und dynamischer Arbeitsmarkt einen bedeutet Tendenz Wirtschaftsfaktor dar. Vergl. Rothgang et al. 2012: 35). Die im Jahr 2013 beschäftigten 685.000 Personen entsprechen etwa 491.000 Vollzeitäquivalenten.

„Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Pflegesektors wird weiter zunehmen, weil immer mehr Menschen immer älter werden und somit immer länger pflegerische Leistungen in Anspruch nehmen“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2006: 72).